Berlinale 2010 – Eine Stadt im Partyfieber
Wer in der Hauptstadt lebt, der weiß, dass wir Großstädter momentan vom Berlinale-Fieber befallen sind.
Wir stehen stundenlang Schlange an den Kinokassen, um die neusten filmischen Meisterwerke zu sehen und warten frierend vor den Hotels der Stadt, nur um einen klitzekleinen Blick auf die Stars der Traumfabrik Hollywood erhaschen zu können.
Rund um den Potsdamer Platz herrscht absoluter Ausnahmezustand.
Doch warum pilgern eigentlich derart viele Promies zur Zeiten der Berlinale in unsere Hauptstadt?
An den gratis Filmvorführungen, dem gratis Essen sowie den gratis Getränken kann es ja nicht liegen.
Nein, es sind viel mehr die unzähligen Parties, die die Stars nach Berlin locken.
Während der Berlinale steht die Stadt quasi unter Daueranspannung.
Ständig rufen Leute an und fragen mich: Gehst du auf die Party? Oder auf die Party? Man trifft all die, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht und die man meistens auch nicht wirklich vermisst hat. Die Berlinale ist für die Stars wie ein großes Klassentreffen; Schrecklich und Schön zu gleich.
Doch man kann bei weitem nicht jede Party besuche, die in der Stadt celebriert wird. Denn wir Berliner neigen dazu Dinge im Überfluss anzubieten. Daher ist es auch nicht überraschend, dass es bereits in den ersten zwei Tagen des Festivals schon allein 11 verschiedene Parties gab, die man hätte besuchen könne.
Rein subjektiv taten sich für mich unter den unzähligen Parties jedoch zwei besonders hervor, die unterschiedlicher nicht sein können.
Eher dezent und stilvoll ging es am Donnerstagabend im berliner Privatclub Münzsalon zu, als die Modezeitschrift VOGUE zu Ehren der Schauspielerin Hanna Schygulla zu einer Soirée einlud.
Neben Modeschöpfer Wolfgang Joop, waren auch der Festivaldirektor Dieter Kosslick sowie jung Schauspielerin Karoline Herfurth und Filmmultitalent Fatih Akin geladen.
Die Champagnergläser klirrten als die Prominenz auf Hanna Schygullas Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk anstießen.
Zuvor stieg am Mittwochabend mit der HUGO BOSS Party in der italienischen Botschaft hingegen eines der Glamour-Events der Berlinale.
Das Modelabel lud wie jedes Jahr ein und die Prominenz ließ nicht lange auf sich warten. Unter die 750 Gäste mischten sich neben die Schauspielerinnen Jana Pallaske und Jessica Schwarz, die Designerin Leyla Piedayesh von Lala Berlin sowie die Supermodels Eva Padberg und Veruschka Gräfin von Lehndorff.
Für jeden nicht Berliner sei gesagt, dass die HUGO-BOSS-Party quasi eine Institution auf der Berlinale ist, wobei kaum eine andere Party so ausgelassen, glamourös und exklusiv ist wie sie.
Vorzugweise trugen die meisten der geladenen Gäste,wie sollte es auch anders sein, Hugo Boss am wohl geformten Promieleib, wobei einige der Damen stilbrüchig auf Stilettos und Wedges von Yves Saint Laurent geschichtet wurden.
Das Schöne an der Berlinale ist also, dass man elf Tage lang unfassbar viele großartige Filme sehen kann. Das Schlimme jedoch ist, dass man einen dieser großartigen Filmmomente verschlafen kann, wenn man am Abend zuvor etwas zu lang auf der einen oder anderen Party versickert ist.
.













Du musst angemeldet sein um einen Posts zu kommentieren.